19. Juli 2026

Gold, Silber, Silber und Bronze: Deutsches Team glänzt bei der 58. Internationalen ChemieOlympiade 2026 in Taschkent

Deutsche Schülerinnen und Schüler nehmen mit großem Erfolg beim internationalen Wettstreit der Chemietalente teil.

Unter dem Motto „Transforming Elements, Connecting the World.“ fand vom 10. bis 19. Juli 2026 die 58. Internationale ChemieOlympiade (IChO) in Taschkent, Usbekistan statt. An diesem internationalen Wettbewerb nahmen rund 400 junge Chemietalente aus 96 Ländern teil.
Die vier Schülerinnen und Schüler des Deutschen Teams hatten sich in vier Auswahlrunden aus bundesweit mehr als 2400 Personen für die Teilnahme an der internationalen Runde 2026 qualifiziert. Aus dem internationalen Wettstreit bringen sie vier Medaillen nach Hause:
Magnus Güldenpfennig vom Staatl. Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting in Bayern gewann Gold. Oskar Meißner vom Wilhelm-Ostwald-Gymnasium Leipzig in Sachsen und Tobias Schröder vom Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Frankfurt (Oder) in Brandenburg errangen jeweils Silber. Leah Maria Bean vom Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg wurde mit Bronze ausgezeichnet.

Das deutsche Team der IChO 2026 in Taschkent. V.l.n.r.: Oskar Meißner (Silber), Leah Maria Bean (Bronze), Magnus Güldenpfennig (Gold), Tobias Schröder (Silber). © IChO - IPN

Im inoffiziellen Länderranking nach Punkten liegt das deutsche Team damit auf einem hervorragenden 14. Platz (von 96). Besonders erfreulich ist der erneute Erfolg von Magnus Güldenpfennig, der bereits 2025 Gold und 2024 Bronze für Deutschland gewonnen hatte.

Austragungsort der 58. IChO war unter anderem das Central Asian Expo-Center (CAEx) an der Nationalen Universität Usbekistans in Taschkent. Die Eröffnungsfeier und die Preisverleihung fanden im Internationalen Kongresspalast statt. Für die Teilnehmenden boten die Gastgeber neben den anspruchsvollen Klausuren, zu denen auch eine praktische Prüfung im Labor gehörte, auch ein kulturelles Rahmenprogramm sowie die Gelegenheit zum Austausch mit Schülerinnen und Schüler aus aller Welt.


Vor der Reise nach Taschkent wurden die Teilnehmer umfassend vorbereitet. Neben theoretischem und praktischem Training an der Technischen Universität München lernten sie einander bei Teambuilding-Aktivitäten stärker kennen. Das praktische Training zahlte sich aus: In Taschkent konnte das gesamte Team insbesondere in der Laborarbeit viele Punkte sammeln: Oskar Meißner beispielsweise schnitt als Sechstbester in der Laborklausur ab.


Das Team wurde von Dr. Felicitas Niekiel, Maximilian Mittl, Alexei Torgashov und Xincheng Miao vom Förderverein Chemie-Olympiade e.V. (FChO) als Mentoren und Scientific Observer begleitet. Ihre Unterstützung bei der Begutachtung und Übersetzung der Prüfungen war ein wichtiger Beitrag zum Erfolg des Teams und ermöglichte einen wertvollen Austausch mit anderen Delegationen aus dem deutschsprachigen Raum.


Die Internationale ChemieOlympiade zählt seit 1968 zu den renommiertesten naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerben weltweit. Nach Angaben der Veranstalter kamen bei der diesjährigen Ausgabe rund 400 besonders talentierte Jugendliche zusammen, um ihr Können in zentralen Bereichen der Chemie unter Beweis zu stellen.

Der jährliche Auswahlwettbewerb für die Internationale ChemieOlympiade (IChO), die ChemieOlympiade in Deutschland, wird vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder durchgeführt. Weitere Informationen sind unter www.chemieolympiade.de zu finden.

 

Kontakt zur Wettbewerbsleitung:

Dr. Frank Witte
IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik 
der Naturwissenschaften und Mathematik 
Olshausenstr. 62 | 24118 Kiel 
E-Mail: icho-leitung@leibniz-ipn.de
Tel.: 0431 880 3116
Web: www.icho.de