Vom 15. bis 18. März 2026 trafen sich 15 talentierte Schülerinnen und Schüler in Potsdam, um am Auswahlwettbewerb zur European Olympiad of Experimental Science (EOES) teilzunehmen. Die EOES ist ein interdisziplinärer Teamwettbewerb für Schülerinnen und Schüler bis 17 Jahre, die in Dreierteams gemeinsam experimentelle Fragestellungen bearbeiten und dabei ihr fachübergreifendes Denken unter Beweis stellen. Die Teilnehmenden wurden über die nationalen Auswahlverfahren der Biologie-, Chemie- und PhysikOlympiaden sowie aus dem Finalteam der Internationalen JuniorScienceOlympiade des Vorjahres nominiert. Im Mittelpunkt der Auswahl standen experimentelle Laborexperimente in verschiedenen Disziplinen: Die Teilnehmenden absolvierten Einzelklausuren in Biologie, Chemie und Physik sowie eine interdisziplinäre Teamklausur.
Nach der Begrüßung und einem gemeinsamen Abendessen startete das Programm mit einem intensiven Crashkurs. Hier machten sich alle mit wichtigen Labortechniken und Geräten vertraut – darunter Mikroskope, Pipettierhilfen, Büretten, Messgeräte und Bestimmungsschlüssel.
Am folgenden Tag standen die Einzelklausuren in den Disziplinen Biologie, Chemie und Physik auf dem Programm. Die Aufgaben reichten vom Mikroskopieren von Pollen in Honig über eine Säure-Base-Titration bis hin zur experimentellen Bestimmung der Fallbeschleunigung mithilfe einer in Rotation versetzen Flüssigkeit.
Nach den Einzelklausuren galt es am nächsten Tag für die Teilnehmenden, auch im Team zu arbeiten: Unter dem Rahmenthema „Wasser“ untersuchten die Teilnehmenden in Dreierteams unter anderem die relative Luftfeuchtigkeit im Labor, die Leitfähigkeit von Salzlösungen, die Wasserhärte sowie den Wasserhaushalt von Pflanzen. Dabei kam es besonders auf Zusammenarbeit, Kommunikation und die gegenseitige Unterstützung beim Experimentieren an.
Nach der Auswertung aller Ergebnisse standen schließlich die beiden deutschen Nationalteams fest:
Team A:
Marie Lautenschlager (Lise-Meitner Gymnasium, Unterhaching, Bayern)
Dominik Stauff (Emil-von-Behring Gymnasium, Spardorf, Bayern)
Tom Edgar Asche (Martin-Andersen-Nexö Gymnasium, Dresden, Sachsen)
Team B:
Felix Julian Friedrich (Heinrich-Schliemann Gymnasium, Berlin, Berlin)
Michael Hahn (CJD Christopherusschule, Königswinter, Nordrhein-Westfalen)
Junes Senz (Heinrich-Hertz Gymnasium, Berlin, Berlin)
Neben den anspruchsvollen Klausuren bot das Programm auch Raum für Austausch zwischen den Teilnehmenden und einer kurzen Exkursion: Ein besonderes Highlight war der Besuch der Biosphäre Potsdam – einem Tropenhaus mit Schmetterlingsvoliere.
Das Auswahlseminar zur EOES fand an der Universität Potsdam-Golm statt. Angeleitet wurde die Auswahlrunde von Dr. Annabel Maisl und Hanna Grebe (beide IPN, Kiel) sowie von Jan Kruse, Konstantin Schwark und Leon Chen. Ganz besonderer Dank gilt Prof. Helmut Prechtl für die Einladung nach Potsdam, Jan Kruse und Konstantin Schwark für die Klausurerstellung und Leon Chen für die Mitarbeit bei der Durchführung und Korrektur vor Ort. Ein großer Dank für die Vorbereitung der Laborexperimente geht an das Biologie- und Physiklabor am IPN und insbesondere an Hanna Grebe, Kirsten Reu und Hanna Rosigkeit, sowie an Daniela Hinrichsen für die organisatorische Begleitung.
Zur Vorbereitung auf den internationalen Wettbewerb wird das deutsche Team gemeinsam mit dem österreichischen Nationalteam im Schülerlabor „BIKO mach MINT“ in Klagenfurt trainieren. Dort stehen sowohl die fachliche Vertiefung als auch die Stärkung des Teamgeists im Fokus. Anschließend geht es direkt weiter zur EOES nach Lund (Schweden), wo Anfang Mai Teams aus 23 Ländern der Europäischen Union aufeinandertreffen werden. Wir freuen uns auf einen spannenden Wettbewerb!