Spannende physikalische Fragestellungen stehen im Zentrum der PhysikOlympiade. Zur Finalrunde des diesjährigen Wettbewerbs sind 15 Schülerinnen und Schüler vom 07. bis 12. April am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ in Garching) zusammengekommen. Die jungen Talente haben sich in drei Vorrunden unter bundesweit etwa 1350 Teilnehmenden für dieses Finale qualifiziert und bei kniffligen theoretischen und experimentellen Aufgaben ihr physikalisches Können unter Beweis gestellt. Die fünf besten Nachwuchstalente reisen im Juli als deutsches Nationalteam nach Bucaramanga in Kolumbien, wo sie mit Jugendlichen aus aller Welt um olympisches Edelmetall wetteifern. 

Da steckt Physik drin. Experimentieren in der Finalrunde der PhysikOlympiade 2026 am MPQ. © IPhO - IPN

Die Aufgaben und Experimente der Finalrunde wurden von der Wettbewerbsleitung am IPN und Mitgliedern der Aufgabengruppe der PhysikOlympiade konzipiert. Sie boten den 15 jungen Talenten aus acht Bundesländern, einige Herausforderungen. Quer durch die Physik ging es um schwingende Gitarrensaiten, radioaktive Zerfälle, abkühlende Wale, überholende Monde, Superisolation und viele andere Themen.

Neben den Klausuren bekamen die jungen Talente einen tieferen Einblick in die Arbeit verschiedener Institute in Garching. Am MPQ gab es Laborführungen und einen Besuch des PhotonLab. Auf dem Campus  konnten sie außerdem bei einem Besuch des ZEITlab sowie des ESO Headquarters ihren Horizont erweitern. Eine Exkursion zum Deutschen Museum rundete schließlich das Rahmenprogramm ab. Ebenso wichtig aber waren das Treffen mit Gleichgesinnten und der rege Austausch untereinander. 

Eindrücke von der Finalrunde zur IPhO 2026 am MPQ Garching

Bei der Preisverleihung am 12. April wurden die Sieger von Prof. Dr. Gerhard Rempe, Direktor am MPQ, Dr. Peter Patalong vom Bayrischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und Dr. Stefan Petersen, dem Leiter der PhysikOlympiade in Deutschland, geehrt. Ein Festvortrag von Prof. Dr. Johannes Zeiher (MPQ & LMU) zum Quantenrechnen mit neutralen Atomen bot dafür den passenden physikalischen Rahmen.

Die fünf besten deutschen Nachwuchsphysikerinnen bzw. -physiker 2026 und damit die Mitglieder des diesjährigen National­teams für die Internationale PhysikOlympiade sind:

Platz 1 - Lasse Jungermann, Max-Planck-Gymnasium (Groß-Umstadt, Hessen)
Platz 2 - Dmytro Mintenko, Max-von-Laue-Gymnasium (Koblenz, Rheinland-Pfalz)
Platz 3 - Efe Gökkus, Albert-Schweitzer-Gymnasium (Erlangen, Bayern)
Platz 4 - Mykyta Khitsenko, Albertus-Magnus-Gymnasium (Regensburg, Bayern)
Platz 5 - Tim Sindelar, Bismarckschule Hannover (Niedersachsen)

Für die fünf Olympioniken geht es zunächst zur Vorbereitung nach Heide und Kiel, um dann im Juli zur Internationalen PhysikOlympiade nach Bucaramanga in Kolumbien aufzubrechen.

Die Teilnehmenden der Finalrunde der PhysikOlympiade in Deutschland 2026 bei der Preisverleihung im Max-Planck-Institut für Quantenoptik mit Juryteam und Gästen. © IPhO - IPN

Darüber hinaus kann ein Kandidat durch ein Forschungspraktikum am MPQ die in der Woche gewonnenen Eindrücke weiter vertiefen. Dieser Sonderpreis ging an Tobias Gabriel Utz aus Baden-Württemberg. Aber auch den Teilnehmenden, die keinen der Hauptpreise in dieser Runde erreicht haben, gebührt Anerkennung für ihre bemerkenswerten Leistungen – haben sie doch unter mehr als 1345 Teilnehmenden einen Platz in der Finalrunde erreicht.

Die Wettbewerbsleitung der PhysikOlympiade in Deutschland bedankt sich bei allen Beteiligten an der Runde für die Unterstützung. Ein besonderer Dank gebührt den ehemaligen Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmern des Juryteams ohne die die Runde nicht durchführbar gewesen wäre.